Birgit Kober – mit unbeugsamen Willen #fürsaubereLeistung

1. Oktober 2018

“Ich tue das nicht nur, um zu gewinnen, ich tue das, damit ich persönlich weiterkomme.” #Wofürkämpfstdu? Para-Kugelstoßerin Birgit Kober erzählt uns in diesem Blog wofür sie kämpft. Denn Sport ist für sie mehr als ein Hobby: “Der Sport hat mir ein zweites Leben geschenkt.” Erfahre hier mehr zur EM-Gewinnern 2018.

Mein Steckbrief:

Mein Alter: 47

Meine Sportart: Leichtathletik/Kugelstoßen

Mein Verein: im Moment noch…TSV 1860 München…nach der Wechselfrist in diesem Jahr: BSG Bad Oeynhausen

Aktiv seit: meiner Jugend 11 Jahre (nicht behindert) … ich kam in den Rollstuhl mit 36 Jahren…aktiver Beginn des Leistungssportes mit 38 Jahren, also jetzt seit 10 Jahren

“Freude am Sport, bzw. am Training” sind für Birgit, die bei der Para-Leichtathletik-EM 2018 in Berlin mit einer Weltrekord-Weite Gold im Kugelstoßen holte, wichtige Säulen. Hier beantwortet sie noch weitere Fragen:

Was begeistert dich am Kugelstoßen?

“Kugelstoßen ist eine sehr technische Sportart und ich finde es grandios, dass ich hier so viel an den einzelnen Bewegungsabschnitten tüfteln kann. Es macht Spaß, diese dann nach und nach wieder zusammen zu setzen und zu sehen, wie sich die Arbeit im Kleinen auf das große Ganze auswirkt. Das Kugelstoßen lehrt mich viel Demut vor mir selbst und es ist fantastisch zu sehen, wenn die Kugel dann wirklich fliegt, wenn man sie optimal trifft.”

Wie motivierst du dich, in schlechten Zeiten weiter zu machen?

“Eigentlich muss ich mich nicht viel motivieren. Der Sport hat mir ein zweites Leben geschenkt. Der Sport hilft mir Grenzen zu überwinden, die ich niemals für möglich gehalten hätte. Der Sport macht mich irgendwie frei. Ich tue das nicht nur, um zu gewinnen, ich tue das, damit ich persönlich weiterkomme.”

Was würdest du jüngeren Nachwuchssportlern mit auf den Weg geben?

“Ich glaube, jeder muss seinen eigenen Weg finden, z. B. auch in der Wettkampfvorbereitung, da gibt es für mich nicht DAS Patentrezept. Eines weiß ich ganz sicher, dass es für mich verschiedene Säulen gibt, auf denen alles steht: eine ist auf jeden Fall “Freude am Sport, bzw. am Training”. Ich glaube, warum ich etwas entspannter im Wettkampf bin ist, weil ich mit einer unheimlichen Freude in diesen Wettkampf gehe. Baut Euch keinen Druck auf (egal welchen), dem Ihr aus irgendeinem Grund nicht standhalten könnt. Alles was zählt, seid Ihr, Eure Leistung und dass Ihr eine gute Zeit habt. Dann kommt die Lockerheit und das, was in Euch ist, wird im Wettkampf frei.

Eine Basissäule: Steckt Euch am Anfang keine zu hohen Ziele! Fangt realistisch, aber auch nicht zu niedrig an und steigert das dann langsam. Nichts ist schlimmer als an seinen eigenen Zielen zu scheitern.

Eine weitere Säule ist: Übt im Training immer schon mal “den Ernstfall Wettkampf”. Wenn Ihr am Ende eines Trainings seid, dann versucht (ab und an) nochmal alles rauszuholen. Denn im Wettkampf fragt auch keiner, da müßt Ihr das auch können.

Und für mich eine extrem wichtige Säule: Eignet Euch gute Konzentrationsstrategien an.”

 

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📷Bilder von Jörg Farys/Gesellschaftsbilder.de

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